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Von der Antike oder alten Hochkulturen inspirierte Fantasy

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Wildman
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Von der Antike oder alten Hochkulturen inspirierte Fantasy

Beitrag von Wildman » Mo 10. Dez 2018, 22:45

Die meisten Fantasy-Welten und -Bücher scheinen in einem Mittelalter-Setting zu spielen, was vermutlich am beliebtesten ist. Seit "Conan" oder auch "Dark Sun" (und Geschichtsbüchern) finde ich aber auch Fantasy reizvoll, die im mehr oder weniger engeren Sinne von der Antike oder frühen Hochkulturen geprägt ist, ganz reizvoll. Von einzelnen Actionfilmen wie "Wrath of the Titans" oder Abenteuerbüchern/-filmen wie "Percy Jackson" abgesehen, kenne ich aber nur wenig, was in die Richtung geht. Percy Jackson oder grundsätzlich Real-Fantasy-Gemisch spricht mich allerdings weniger an. Guy Gavriel Kay hat beispielsweise über eine Fantasy-Variante von Konstantinopel oder Byzanz geschrieben. Von "Das Komplott" habe ich aber bislang und vor längerer Zeit nur den Prolog gelesen. GRR Martin hat aufm östlichen Lied-von-Eis-und-Feuer-Kontinent ein paar frühe Hochkulturen verwurstet, aber die sind nur Nebenhandlungsgebiet.

Selbst wenn ich das vielleicht schon mal im alten RPG-Board gefragt habe: Kennt ihr (empfehlenswerte) Fantasy-Bücher oder -Filme, die von der antike oder frühen Hochkulturen inspiriert sind?
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NotX-Lated
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Re: Von der Antike oder alten Hochkulturen inspirierte Fantasy

Beitrag von NotX-Lated » Di 11. Dez 2018, 00:23

Was Bücher und Filme angeht, keine Ahnung. Auch wenn's nicht direkt deine Frage war, trau ich mich einfach mal, das Spiel Age of Decadence zu empfehlen. Das Szenario, ein post-apokalyptisches römisches Reich mit viel Mystik, ist ziemlich originell und stimmungsvoll umgesetzt.
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juh
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Re: Von der Antike oder alten Hochkulturen inspirierte Fantasy

Beitrag von juh » Di 11. Dez 2018, 05:05

Kkasse Frage!

Ich würde enpfehlen:
Die alten Sagen im Original oder besser nacherzählt.
Gilgamesh
Argonautensage, Ilias, Odyssee
Aeneassage
Herkulessage
Alexander
da hört es bei mir schon auf... man darf bei Sagen auch keine für heutige Erwartungen taugliche Erzählweise erwarten, es geht oft ziemlich durcheinander oder verliert sich.

Etwas moderner:
Die Conan-Reihe von Robert E. Howard, davon spielen viele in antiken Settings

An modernen Lesegewohnheiten wird das ggf. scheitern. ..

Nicht Fantasy, aber toller Lesestoff:
Die Cicero-Trilogie von Robert Harris (Imperium, Titan, Diktator) macht die Antike lebendig. Erzählt wird die Geschichte des Römers Cicero aus Sicht seines Hsussklavens, der wie ein Bruder im gleichen Haus aufwächst und ihn bei allen Abenteuern begleitet.
Analog ist die Fernsehserie "Rom" ganz großes Kino! Aufwändige und stimmungsvolle Darstellung der Antike aus Sicht zweier Römer aus einfachen Verhältnissen. Etwas blutig.
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LaCroix
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Re: Von der Antike oder alten Hochkulturen inspirierte Fantasy

Beitrag von LaCroix » Di 11. Dez 2018, 08:19

juh hat geschrieben:
Di 11. Dez 2018, 05:05

Nicht Fantasy, aber toller Lesestoff:
Die Cicero-Trilogie von Robert Harris (Imperium, Titan, Diktator) macht die Antike lebendig. Erzählt wird die Geschichte des Römers Cicero aus Sicht seines Hsussklavens, der wie ein Bruder im gleichen Haus aufwächst und ihn bei allen Abenteuern begleitet.
Das kann ich so bestätigen :)
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LaCroix
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Re: Von der Antike oder alten Hochkulturen inspirierte Fantasy

Beitrag von LaCroix » Di 11. Dez 2018, 15:01

https://www.amazon.de/Ilium-Roman-Wolfg ... mons+ilium

dan simmons kann man in diesem zusammenhang vllt auch empfehlen. gerade Hyperion-gesänge sehe ich ja als mein persönliches lieblingsbuch an
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juh
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Re: Von der Antike oder alten Hochkulturen inspirierte Fantasy

Beitrag von juh » Di 11. Dez 2018, 19:37

Danke, kannte ich noch nicht!

Mir ist noch eingefallen, dass Anne Rice auch ein Faible für die Antike hat. "Blut und Gold" spielt quer durch die Antike.

Auch nett: Bulgakovs "Master und Margarita" spielt zu einem Drittel im antiken Jerusalem. Ist auch sonst ein ziemlich ungewöhnliches Buch.
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juh
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Re: Von der Antike oder alten Hochkulturen inspirierte Fantasy

Beitrag von juh » Di 11. Dez 2018, 20:10

... von David Gemmell ("Legend") gibt es eine Troja Sage (Band 1: Der silberne Bogen). Habe sie nicht gelesen, klingt aber interessant. Gemmell ist allerdings aufgrund eines Missverständnisses bei Rechten beliebt, was ich jedoch anhand seiner Bücher politisch nicht nachvollziehen kann. Er hat einfach einen Hang für harte Machos, die viel kämpfen müssen. Passt wunderbar zu Troja.
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Re: Von der Antike oder alten Hochkulturen inspirierte Fantasy

Beitrag von juh » Di 11. Dez 2018, 20:45

Haha, Gemmell hat offenbar auch noch andere klassische Sagen nacherzählt, ist also eine Fundgrube für Fans.

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Jetzt noch was, das ich gerade aufgestöbert habe: S. McDougall: Romanitas.
Alternative Fiktion, in der das römische Reich nie untergegangen ist.
Lege ich mal auf meine ToDo Liste

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Wer polnisch oder russisch kann, möge mal bitte was von Henry Lion Oldi lesen und dann berichten, es gibt leider keine Übersetzung...

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Troy Denning: Pages of Pain ist ein Muss für alle Planescape Fans. Hab ich irgendwo noch herumliegen, einziger Roman, der etwas über die ikonische Lady of Pain enthüllt, Hauptfigur ist aber ein antiker Held, der sich nach Sigil verirrt. Wer jetzt nur Bahnhof versteht: Nicht lesen. Alle anderen: Planescape ist mit Abstand das antike-tauglichste DnD Setting. Wenn ich mal in Rente bin und die Welt noch nicht komplett den Bach runtergegangen ist, will ich auf jeden Fall mal eine neue Kampagne starten.

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Mary Renault: The King must Die. Auch eine Fantasy Nacherzählung antiker Motive. Mary Renault wird mit Hilary Mantel verglichen, von der bin ich ziemlich beeindruckt.

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Jetzt fällt mir ein, dass ich den Gilgamesh Epos vor ein paar Jahren in der gleichnamigen Nacherzählung von Robert Silverberg gelesen habe. Empfehlenswert!

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Last not least hat Gene Wolfe, einer der coolsten Fantasyautoren der 80er, ein paar Romane in der Antike oder einer zumindest antik wirkenden Zeit geschrieben. Ich kann mich nur partout nicht mehr an die Titel erinnern. Naja, wer die 80er erlebt hat...
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Re: Von der Antike oder alten Hochkulturen inspirierte Fantasy

Beitrag von juh » Di 11. Dez 2018, 21:17

... Gene Wolfe: Soldat des Nebels.
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Wildman
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Re: Von der Antike oder alten Hochkulturen inspirierte Fantasy

Beitrag von Wildman » Di 11. Dez 2018, 22:35

Ich habe mir mal "Soldat des Nebels", eine Ausgabe des Gilgamesch-Epos und "Die Hyperion-Gesänge" bestellt, da ich Sci-Fi auch mag. Mal schauen, wann ich dazu komme, das zu lesen. Auf Youtube habe ich mal das Hörbuch des Hohlbein-Buchs "Die Kinder von Troja" gehört. Anscheinend gibt es deutlich mehr Sagen-Nacherzählungen als von alter Geschichte oder Frühgeschichte inspirierte Fantasy-Geschichten (eher nicht historische Romane) oder Fantasy-Welten. Von "Conan" habe ich mal einen Sammelband aller Howard-Geschichten gelesen, aber nicht die Bücher von Robert Jordan.
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Re: Von der Antike oder alten Hochkulturen inspirierte Fantasy

Beitrag von juh » Di 11. Dez 2018, 23:16

Na dann probier mal Ken Liu: Wall of Storms...

chinesisches Mittelalter + Fantasy + Drachen = Silkpunk :D
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Re: Von der Antike oder alten Hochkulturen inspirierte Fantasy

Beitrag von LaCroix » Mi 12. Dez 2018, 09:20

Wildman hat geschrieben:
Di 11. Dez 2018, 22:35
Ich habe mir mal "Soldat des Nebels", eine Ausgabe des Gilgamesch-Epos und "Die Hyperion-Gesänge" bestellt
na da hast du über die Weihnachtstage ja genug zu tun. allein Hyperion hat 1500 seiten. es lohnt sich aber wirklich.
. +1
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Re: Von der Antike oder alten Hochkulturen inspirierte Fantasy

Beitrag von Wildman » Mi 12. Dez 2018, 22:03

Dass die Hyperion-Gesänge ein dickes Buch ergeben, habe ich mit Entsetzen gesehen, denn das passt nicht in meine Jackentasche, sodass es nur als Straßenbahnlektüre auf dem Arbeitsweg in Frage kommt, wenn ich ne Tasche rumtrage.

Die Rom-Serie habe ich vor einige Jahren nur bruchstückhaft im Fernsehen (Vox?) gesehen und konnte damals wenig damit anfangen. Letztes Jahr(?) habe ich sie auf DVD gekauft und ziemlich zügig durchgeguckt. Die erste Staffel gefiel mir besser als die zweite. Das lag sicher in erheblichem Maße daran, dass die stark im Zeitraffer abzulaufen schien, indem zwischen Folgen oft lange Zeiträume lagen, die ich nicht ganz überblickt habe, und weil die Hauptfigur dadurch in wenigen Folgen viele Karrierehöhe- und tiefpunkte erlebte und überhaupt recht plötzlich sehr unterschiedliche "Berufe" hatte. Trotzdem gut.
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Wildman
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Re: Von der Antike oder alten Hochkulturen inspirierte Fantasy

Beitrag von Wildman » Do 20. Dez 2018, 20:48

Mittlerweile habe ich da Gilgamesch-Epos gelesen. Die Erzählweise war aus heutiger Gewohnheit gewöhnungsbedürftig. Gerade wenn ganze Passagen wiederholt wurden, habe ich auch mal ganze Seiten übersprungen. Zwischendurch war mir manches unklar. Und ich dachte: Utnapischtim, den Namen kenn ich doch. Woher kenn ich den Namen nur? Ach ja, dann erzählte er sinngemäß von seiner Arche. Hab auch nicht kapiert, ob der nur weit weg jenseits des Meeres rumhockte, oder ob das ne Reise Gilgameschs ins Totenreich war. Lustig fand ich, als Enkidu einer zeternden Göttin eine Rindskeule ins Gesicht warf, oder so. Das Ende hab ich nicht kapiert: Die letzte Tafel ist zumindest ein Gespräch mit einem Toten, der seltsames Zeug erzählt (verschiedene Schicksale nach Todesumstand [besser im Kampf sterben, um nach Walhalla zu kommen?]) und dann ist's plötzlich vorbei. Weird stuff.
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