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Bundestagswahl 2021

Plaudereien über Gott und die Welt
uzi
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Re: Bundestagswahl 2021

Beitrag von uzi » Fr 29. Okt 2021, 14:54

C-Real hat geschrieben:
Fr 29. Okt 2021, 13:31
Beim Thema Erbschaftssteuer ist es verwunderlich, wie viele meinen, es ginge hier ums Reihenhaus einer Familie aus der unteren Mittelschicht. Die Erbschaftssteuer soll für die höchsten Einkommen auch höher ausfallen, weil durch das Erben unverhältnismäßig viel Reichtum beiseite geschafft werden kann.
'beseite geschafft'... das ist genau das, wo ich dann das gefühl bekomme, dass man den leuten das neidet ;). das klingt schon so nach krimineller machenschaft. ich weiß nicht. ich tendiere dazu, grundsätzlich nur eine 'ecke' zu besteuern. einkommen scheint mir die sinnvollste ecke. jetzt lässt sich trefflich streiten, ob ein erbe ein einkommen ist. aber wenn man schonwieder mit freibeträgen und ausnahmen oder allem möglichen ankommen muss, um eben die mittelständlerfirma nicht kaputtzumachen durch erbschaft oder das haus, dann scheint mir das konzept auch irgendwie unpraktikabel.
C-Real hat geschrieben:
Fr 29. Okt 2021, 13:31
Wir belasten Reiche insgesamt mehr, weil sie mehr schultern können
da steuern in % berechnet werden, zahlen leute mit mehr einkommen auch mehr steuern. das ist völlig in ordnung. fraglich ist, ob sich damit auch eine progression begründen lässt. imho sollte die steuer kein mittel sein, um einkommensunterschiede auszugleichen (oder gar vermögensunterschiede). das ist schlicht nicht ihre aufgabe. mir wäre viel wichtiger, dass bestimmte leute sich nicht mit wilden tricks um ihre steuern drücken können. und mir wäre auch wichtig, dass das steuerrecht für privatpersonen deutlich vereinfacht wird. es sollte weder nötig, noch möglich sein, seitenweise papier mit der steuererklärung zu füllen. dass das geht und sogar nötig ist, ist für mich ein zeichen, dass da was schief gegangen ist. wie gesagt: meine idealvorstellung einer steuer ist: ein satz für alle, ein freibetrag für alle, nichts kann abgesetzt werden.

ps: ich bin absolut der meinung, dass die steigende ungleichheit verringert werden sollte. ich glaube nur, dass die steuer dafür der falsche hebel ist.
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McCrazy
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Re: Bundestagswahl 2021

Beitrag von McCrazy » Fr 29. Okt 2021, 16:09

Ohne jetzt auf die Quotes einzugehen: meine Eltern hatten ein Hotel und haben weniger Steuern gezahlt als ich mit meinem Wenigverdienerlohn, weil sie jeden kleinen Scheiss abziehen konnten. Das ist irgendwie nicht so sauber. *find* Vermutlich haben sie die 'wilden Tricks' von uzi angewendet. ;)

Mir ging es ausserdem nicht darum, Vermögensunterschiede auszugleichen oder was, sondern nur dass Leute mit viel mehr Kohle mehr % zahlen sollten als die, die eh schon wenig haben.
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NotX-Lated
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Re: Bundestagswahl 2021

Beitrag von NotX-Lated » Fr 29. Okt 2021, 17:15

uzi, ich bin bei dir, dass Einfachheit auch erstrebenswert ist. Sowohl, damit Steuern überhaupt noch ein Steuerungsmittel sind, als auch, damit es nicht ungerecht ggü. den Leuten wird, die sich keine krassen Steuerberatungen leisten können. Darum bin ich ja auch gegen eine Vermögenssteuer. Aber ich glaube, die Modelle, die du skizzierst, sind zu einfach, da wird das Kind mit dem Bade ausgeschüttet. Und die Steuerprogression oder die Erbschaftssteuer anzuheben oder den Erbschaftsfreibetrag zu justieren, das macht die Steuerpolitik jetzt nicht unendlich kompliziert - dazu mal all diese Mechanismen auch schon existieren. Man müsste nur an den Zahlen drehen.
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Re: Bundestagswahl 2021

Beitrag von MasterFeidn » Sa 30. Okt 2021, 14:30

Vorweg erwähnt bin ich sehr erstaunt festzustellen, dass die bekannten Namen die man hier und im alten Forum seit 10++ Jahren liest doch mehrheilich links eingestellt sind. Hatte eigentlich gedacht es sei ausgewogener.

Alleine der Konsens hier in dem Thread, dass ein 12 € Mindestlohn, welcher vom Staat vorgegeben wird (Olaf Scholz verspricht...) statt die eigens dafür geschaffene Mindestlohnkommission zu Rate zu ziehen, als gut befunden wird löst ein Magengrummeln aus.

Bei der nächsten Wahl wird dann 15 Euro versprochen. Bei der nächsten 18 Euro? Zieht ja ganz gut das Argument.

C-Real hat geschrieben:
Fr 29. Okt 2021, 13:31
Stimme NotX-Lated hier in allem zu.

Beim Thema Erbschaftssteuer ist es verwunderlich, wie viele meinen, es ginge hier ums Reihenhaus einer Familie aus der unteren Mittelschicht. Die Erbschaftssteuer soll für die höchsten Einkommen auch höher ausfallen, weil durch das Erben unverhältnismäßig viel Reichtum beiseite geschafft werden kann.

Wir belasten Reiche insgesamt mehr, weil sie mehr schultern können und von den Strukturen, in denen sie gedeihen, profitieren. Sie würden gar nicht an diese Spitze gelangen, wenn es nicht (systemisch und indirekt) auf Kosten Anderer passierte. Selbstverständlich geht es da immer auch um Feinjustierungen, aber in nun immer wieder nachgewiesener größerer Klaffung zwischen Arm und Reich kann doch niemand ernsthaft glauben, reiche Leute seien allein dort, wo sie sind, weil sie sich das hart erarbeitet hätten. Was wohl zunimmt, sind immer ausgeklügeltere Begründungen, warum man meint, dies oder das stünde einem zu je reicher man ist. Hier wäre ein bisschen reality check dann wohl das, was anderswo der Neidfaktor ist. ;)
Hier mal ein exemplarisches Beispiel, ohne C-Real irgendwie angreifen zu wollen.

"Wir belasten Reiche insgesamt mehr, weil sie mehr schultern können und von den Strukturen, in denen sie gedeihen, profitieren." -> das ist bereits heute so.
  • In Deutschland zahlen 20 % der Steuerpflichtigen fast keine Steuern (bis 7800 € Einkommen).
  • Weitere 20 % (bis 20900 Euro) der Steuerpflichten zahlen einen Anteil von 2,4% der Gesamtsteuern.
  • Weitere 10 % (bis 26850 Euro) der Steuerpflichten zahlen einen Anteil von 4,4% der Gesamtsteuern.
  • Weitere 10 % (Einkommen bis 32800 Euro) zahlen einen Anteil von 6,3%.
  • Bis 40400 € (10 % der Steuerpflichtigen) zahlen einen Anteil von 7.7%
  • Erst ab einen Einkommen von 50500 Euro (10%) wir ein Anteil von 10,1% gezahlt welches in etwa ausbalanciert ist.
  • Bis 67300 € (10 % der Steuerpfichtigen) leisten einen Anteil 15 % der Gesamtsteuern.
  • Über 67300 € (10 % der Steuerpflichten) leisten einen Anteil von 54,1% der Gesamtsteuern!
Quelle focus "wer zahlt de

Wir sind im übrigen auch Steuerweltmeister.

Wie man da das linke Programm loben kann (glaube auf Seite 2 gab es solch einen Kommentar) ist mir ein Rätsel.
  • Die linke wollte den Spitzensteuersatz anheben. 42% auf 50 % ab einem Jahreseinkommen von 50000 Euro (Quelle Hennin-Wellsow)
    Ab 70.000 € zu versteuerndem Einkommen steigt der Steuersatz auf 53 %. Alles was über rund 260.000 € liegt, soll 60 % Steuersatz haben. Und alles was über einer Million € liegt, sogar 75 %.
  • Vermögensabgabe (einmalig wegen Corona und dann sicher auch einmalig bei allen andern zukünftigen Krisen in der Zukunft) einführen in Höhe von 10 % des Vermögens ab 2 Millionen. Bis 100 Million steigt er auf 30 %
  • Erbschaftssteuer wird erhöht (keine konkrete Zahlen
  • Vermögenssteuer ab 1 Million (Häuser zählen dazu). Höhe 1% bis 5 % jährlich.
  • Einkommen aus Kapitalerträgen sollen zum persönlichen Steuersatz versteuert werden (das bereits auf Unternehmensseite besteuert wird und der gesamte Steuersatz hier bei 46% liegt wird gerne vergessen)
  • Finanztranksaktionssteuer von 0,1% wird eingeführt, gilt für jeden Kauf/Verkauf
  • Unternehmenssteuern sollen steigen (Körperschaftssteuer auf 25% ) und internationale Konzerne mehr zahlen (im letzten Punkt stimme ich zu)
  • Gewerbsteuer wird umgebaut, sodass Pachten, Mieten, Leasingraten und Lizenzgebühren werden berücksichtigt werden und gutverdienende Selbstständige und Freiberufler einbezogen werden.
Zur linken Meinung zum Thema Rente "die Kapitalmarktgestützte Rente ist der sichere Weg in die Altersarmut" (twitter bernd riexinger) will ich da wenige Worte verlieren. Die umlagebasierte Rente die wir haben funktioniert ja prächtig.
https://www.die-linke.de/wahlen/wahlpro ... umsteuern/

Sorry wer da von einem realitätsnahen Programm spricht der ist nicht von dieser Welt. Die "starken Schultern" führen 75 % Ihres Vermögens ab, zahlen bis zu 30 % Vermögensabgaben wegen Corona und eine Vermögenssteuer von 5% auf Vermögen jährlich. Gewinne aus Kapitalanlagen werden mit dem persönlichen Steuersatz besteuert (75%) und eine Finanztransaktionssteuer führt zu Belastungen beim Kauf/Verkauf.

Wer kennt eine reiche oder auch nur eigenverantwortliche Person die auch nur noch eine Sekunde in diesem Land bleiben würde? Zumal lt. der linken jemand 50000 € im Jahr verdient schon ein "Spitzenverdiener" ist.


Zum Thema Erbschaftssteuer: Das Ziel "ich möchte dass es meinen Kindern besser geht als mir" wird hier ziemlich ausgedünnt. Auch ist es auch häufiger so, dass der Erbe bereits vor dem Erbantritt zur Wertsteigerung seines Erbes beiträgt - etwa durch aktive Mitarbeit im eigenen Unternehmen. Und dass das Vermögen bereits versteuert wurde wäre auch noch zu erwähnen. Hier wird jemand bestraft der vorsorgt, jemand der regelmäßig konsumiert, oder vielleicht spitz formuliert, sein Geld versäuft und verraucht, ist davon nicht betroffen.

Statt immer ewig umzuverteilen, bis nichts mehr zum verteilen da ist sollten man lieber dafür sorgen dass es ALLEN besser geht. Hier erinnere ich mich immer an den Spruch "Geldpolitik in linker Hand ist so als ob du zu deinem Hund sagst: "Bitte pass mal auf das Fleisch auf"".

Ich bin froh, dass die FDP hier etwas wirtschaftliche Vernunft beisteuert. Auch bin ich sehr glücklich, dass es kein Tempolimit gibt. Das ist etwas einzigartiges auf der Welt. Und die Todesraten sind geringer als in anderen Ländern mit Tempolimit. Das war ohnehin nur eine Symbolpolitik. 85% der CO2 Einsparung liegt im Energiesektor. Dort muss man ran.

Auch regt mich immer die Diskussion zum Soli auf. Jedes mal wird erwähnt, nur die letzten 10% der Einkommenskurve zahlen einen Soli....das stimmt nicht. In Deutschland zahlt jeder den Soli ab einem Kaptialertrag von 802 €. Egal ob 25000 € Einkommen im Jahr oder 73000 €.
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Re: Bundestagswahl 2021

Beitrag von uzi » Sa 30. Okt 2021, 16:01

MasterFeidn hat geschrieben:
Sa 30. Okt 2021, 14:30
"Wir belasten Reiche insgesamt mehr, weil sie mehr schultern können und von den Strukturen, in denen sie gedeihen, profitieren." -> das ist bereits heute so.
  • In Deutschland zahlen 20 % der Steuerpflichtigen fast keine Steuern (bis 7800 € Einkommen).
  • Weitere 20 % (bis 20900 Euro) der Steuerpflichten zahlen einen Anteil von 2,4% der Gesamtsteuern.
  • Weitere 10 % (bis 26850 Euro) der Steuerpflichten zahlen einen Anteil von 4,4% der Gesamtsteuern.
  • Weitere 10 % (Einkommen bis 32800 Euro) zahlen einen Anteil von 6,3%.
  • Bis 40400 € (10 % der Steuerpflichtigen) zahlen einen Anteil von 7.7%
  • Erst ab einen Einkommen von 50500 Euro (10%) wir ein Anteil von 10,1% gezahlt welches in etwa ausbalanciert ist.
  • Bis 67300 € (10 % der Steuerpfichtigen) leisten einen Anteil 15 % der Gesamtsteuern.
  • Über 67300 € (10 % der Steuerpflichten) leisten einen Anteil von 54,1% der Gesamtsteuern!
Quelle focus "wer zahlt de
die zahlen sind sicher interessant, es bleibt aber die frage, wie man sie bewertet. um ein runderes bild zu bekommen, sollte man mindestens noch https://de.wikipedia.org/wiki/Verm%C3%B ... 2_bis_2007 dazunehmen. für mich ist die ständig wachsende ungleichverteilung nicht nur ein moralisches problem, sondern auch ein ganz praktisches, weil es die gesellschaft destabilisiert. (ich bleibe trotzdem skeptisch, ob man die steuerprogression sinnvoll begründen kann :P.)
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Re: Bundestagswahl 2021

Beitrag von TheDarkShadow » Sa 30. Okt 2021, 16:42

Ein Anteil der Steuern leisten, heist nicht dass die Personengruppe prozentual mehr Steuern zahlt.
Auch interessant dass eine Vermögenssteuer gleich als Links gilt, wer hätte gedacht dass man die CDU unter Helmut Kohl also mal als Links bezeichen würde, wo die Vermögenssteuer noch einen höheren Satz hatte. Man lernt ja nie aus.
Ansonsten, wenn wir von gerechter Steuer reden, erkläre mir man doch warum ein niedriger Lohn die Sozialversicherungsabgaben prozentual leisten muss, jedoch dies ab einen ab roundabout 7k im Monat gekappt ist?
Dann zu dieser schönen Liste der Steuerpflichtigen, wenn jemand schon arbeitet und davon nicht leben kann, weil das was rauskommt nicht zum leben reicht, sprich ein Unternehmen TM diese Person zwar beschäftigt, aber der Staat im Zweifel noch zuzahlen muss damit dieser um die Runden kommt, dies ist also nicht nur gerecht, sondern die Personen mit dem Niedrigeinkommen sollen dann noch mehr Steuern zahlen? Inwieweit würde das Sinn ergeben, hmm?
Nun gut, dann gibt es noch die Schere zwischen Arm und Reich, welche jedes Jahr weiter in die Extreme geht, ist dies etwas was wir als Gesellschaft auch noch forcieren wollen? In den letzten Jahrzehnten haben wir das sogar, wozu es auch mehr als genug Untersuchen gibt, warum das der Fall ist, warum die aktuellen Steuer- und Sozialgesetze nicht greifen und auch Handlungsemfehlungen werden immer wieder rausgegeben, dummerweise haben die Menschen, welche dadurch immer ärmer sein keine relevante Lobby in der Politik, im Gegensatz zu der anderen Seite der Gesellschaft, welche da hervorragend verknüpft ist. Ob dies sinnvoll ist bleibt zu bezweifeln, wird aber geduldet auch auch bei solchen Diskussionen gerne in den Hintergrund geschoben, obgleich genauso wichtig für das Gesamtbild.

Nun, würde ich nicht über ein massives Schlafdefizit verfügen nach der letzten >60 Stunden Woche (+ca 12 Stunden Fahrtwege...), dann würde ich wohl ins Detail gehen und das ganze besser ausführen, hier bitte ich in diesem Fall aber darum selbst zu recherchieren.

Vielen Dank fürs lesen und gute Nacht!
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Re: Bundestagswahl 2021

Beitrag von NotX-Lated » Sa 30. Okt 2021, 16:45

@MasterFeidn: Dein Post geht auf lauter Sachen ein, die hier gar nicht Thema waren. Und was das mit "links"-Kategorisierungen zu tun hat, seh ich auch nicht. Ich würde mich als sehr links einstufen, bin aber z.B. gegen eine Vermögenssteuer und für eine Aktienrente.
Das "Steuerweltmeister"-Argument geht am Thema vorbei. Deutschland leistet auch extrem viele Sozialausgaben. Viele Dinge, die hier vom Staat gestellt werden, kosten anderswo Geld. Geht ja schon bei Autobahnen los. Wir hatten das Thema schon. Es ist sinnlos, das zu vergleichen.
Davon ab finde ich's sehr schwer, auf irgendeinen Punkt einzugehen, weil ich in deinem Post keinen richtigen roten Faden und kein Kernargument sehe.
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Re: Bundestagswahl 2021

Beitrag von C-Real » So 31. Okt 2021, 00:30

Da ich angesprochen wurde: Geht mir ähnlich. Mal von "Links!!!!" abgesehen, würde ich nicht mal alle der, oben aus der Liste genannten Argumenten zustimmen. So bin ich etwa auch skeptisch gegenüber einer Vermögenssteuer oder für eine Aktienrente. Aber gerade letzteres ist ein gutes Beispiel: Wir investieren doch alle vornehmlich in Sachen und machen uns Gedanken über ETFs etc. weil wir nicht mehr den Luxus haben mit dem Sparbuch und 7,5% Zinsen wie's noch eine andere Generation in besten Zeiten hatte.
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Re: Bundestagswahl 2021

Beitrag von MasterFeidn » So 31. Okt 2021, 18:58

NotX-Lated hat geschrieben:
Sa 30. Okt 2021, 16:45
@MasterFeidn: Dein Post geht auf lauter Sachen ein, die hier gar nicht Thema waren. Und was das mit "links"-Kategorisierungen zu tun hat, seh ich auch nicht. Ich würde mich als sehr links einstufen, bin aber z.B. gegen eine Vermögenssteuer und für eine Aktienrente.
Das "Steuerweltmeister"-Argument geht am Thema vorbei. Deutschland leistet auch extrem viele Sozialausgaben. Viele Dinge, die hier vom Staat gestellt werden, kosten anderswo Geld. Geht ja schon bei Autobahnen los. Wir hatten das Thema schon. Es ist sinnlos, das zu vergleichen.
Davon ab finde ich's sehr schwer, auf irgendeinen Punkt einzugehen, weil ich in deinem Post keinen richtigen roten Faden und kein Kernargument sehe.
Nun denn, mein Kommentar hatte zwei hier diskutierte Themen fortgeführt.

Einmal, dass starke Schultern mehr leisten müssen siehe C-Real.

Und einmal, dass das linke Wahlprogramm gut ist -> siehe
TheDarkShadow hat geschrieben:
Mo 27. Sep 2021, 09:49
Also mir wäre es lieber gewesen die AFD wäre schwächer, denn die Linke, aber da denkt wohl jeder anders. Liegt aber auch daran dass das Wahlprogramm der Linken tatsächlich kein schlechtes war, aber Wahlprogramme liest eh keiner...
Wenn du da keinen Faden erkennst, tut es mir leid.


PS: @Darkshadow in einem Punkt geben ich dir recht. Dass die Sozialabgaben ab einer gewissen Höhe gekappt werden. Hintergrund ist hier wohl, dass bei diesen Verdienstgruppen es nicht anzunehmen ist, dass die eingezahlten Leistungen auch jemals in gleicher Form zurück kommen. Aber ja, da könne man sicher etwas tun. Nur wie erwähnt ist es halt wichtig, dass man es nicht übertreibt und den Leistungsgedanken nicht ad absurdum führt.

Das größte Problem in Deutschland ist ja ohnehin, dass mit dem sehr hohen Steueraufkommen nicht vernünftig umgegangen wird. Weiterhin gibt es da noch Phänomene wie das Aufblähen der Bundestages (10 k pro Monat für jeden abgeordneten, danke CSU...) und die 100 Million Steuerzuschuss zur Rente, die einfach nicht mehr funktioniert im aktuellen System. Ein fünftel des gesamten Bundeshaushalts!
C-Real hat geschrieben:
So 31. Okt 2021, 00:30
....Wir investieren doch alle vornehmlich in Sachen und machen uns Gedanken über ETFs etc. weil wir nicht mehr den Luxus haben mit dem Sparbuch und 7,5% Zinsen wie's noch eine andere Generation in besten Zeiten hatte.
Zu den Zeiten als es auf dem Sparbuch 7,5% Zinsen gab, war die Inflation auch dementsprechend hoch. Gerd Kommer hat da mal interessante Statisiken erstellt. Auch damals konnte im Grunde genommen nur ein Werterhalt erzielt werden. Wobei besser als heute war es natürlich schon.
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Re: Bundestagswahl 2021

Beitrag von NotX-Lated » So 31. Okt 2021, 19:11

Vielleicht würde es helfen, wenn du konkrete Aussagen quotest und darauf antwortest. So isses nach wie vor schwer, dir zu folgen.
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Re: Bundestagswahl 2021

Beitrag von MasterFeidn » So 31. Okt 2021, 23:32

NotX-Lated hat geschrieben:
So 31. Okt 2021, 19:11
Vielleicht würde es helfen, wenn du konkrete Aussagen quotest und darauf antwortest. So isses nach wie vor schwer, dir zu folgen.
Das habe ich in meinen letzten beiden Kommentaren getan.

Naja, solange nur du verwirrt bist, soll es mir recht sein. Was konstruktives ist von dir ja bisher nicht gekommen.
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Re: Bundestagswahl 2021

Beitrag von NotX-Lated » Mo 1. Nov 2021, 09:19

Der Kommentar, den ich nicht verstehe, bleibt damit aber unverständlich. Ich habe auf zwei Aspekte dezidiert geantwortet und gesagt, dass es mir schwerfällt, da eine Kernaussage oder einen Diskussionsbezug rauszuziehen. Und ich gebe dir das Feedback, dass deine Posts leider zu sehr Suchspiel sind. All das ist in meinen Augen konstruktiv.
Nimm z.B. Einmal, dass starke Schultern mehr leisten müssen siehe C-Real. - nun habe ich immernoch keine Ahnung, welche Aussage von C-Real mit welcher Aussage von dir gematcht wurde ... darum helfen bei sowas Quotes. Habe gerade mal die Aussage von Real gesucht ... sie ist Teil eines längeren Absatzes, der dann auch komplett in Betracht gezogen werden muss. Was genau deine Antwort darauf ist, kann ich weiter nur raten. Gefühlt hast du einmal über alle Posts von uns drübergeskimmt und grob unter "linksgrünversiffter Unsinn" abgetan. und dann lauter Kram in deinen Post gepackt, der dir irgendwie auf der Seele lag.
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Re: Bundestagswahl 2021

Beitrag von Pyrokar » Mo 1. Nov 2021, 10:17

Ich denke der Punkt ist, dass die obersten 10% bereits 50% aller Steuereinnahmen liefern und das Argument, dass diese noch mehr zahlen müssen, daher nicht selbstevident ist.
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Re: Bundestagswahl 2021

Beitrag von C-Real » Mo 1. Nov 2021, 19:16

Pyrokar hat geschrieben:
Mo 1. Nov 2021, 10:17
Ich denke der Punkt ist, dass die obersten 10% bereits 50% aller Steuereinnahmen liefern und das Argument, dass diese noch mehr zahlen müssen, daher nicht selbstevident ist.
So hatte ich das auch verstanden, worauf ja aber vorher schon der Einwand kam, dass diese obersten 10% auch nicht aus kompletter Eigenleistung die erwähnten 10% darstellen, sondern da auch erst einmal hingekommen sind.
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Re: Bundestagswahl 2021

Beitrag von NotX-Lated » Mo 1. Nov 2021, 22:53

Pyrokar hat geschrieben:
Mo 1. Nov 2021, 10:17
Ich denke der Punkt ist, dass die obersten 10% bereits 50% aller Steuereinnahmen liefern und das Argument, dass diese noch mehr zahlen müssen, daher nicht selbstevident ist.
Warum nicht, wenn ihre Einkommen immer noch stärker steigen als die der restlichen 90%?
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Re: Bundestagswahl 2021

Beitrag von Pyrokar » Di 2. Nov 2021, 11:07

Aus welchem demokratischen Grundsatz in Deutschland würdest du ableiten, dass das Einkommen aller Menschen gleich steigen muss? Menschen erbringen unterschiedliche Leistung und werden daher unterschiedlich entlohnt.
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Re: Bundestagswahl 2021

Beitrag von NotX-Lated » Di 2. Nov 2021, 11:28

Ich rede von relativen Werten. Wenn bei allen das Einkommen gleich stark stiege (in Prozent), würden die Gutverdiener immernoch mit mehr Geld pro Monat nach Hause gehen und deiner Forderung nach unterschiedlicher Entlohnung nach Leistung würde genüge getan. Das ist nicht nur eine Frage von Gerechtigkeit, sondern auch von Staatsraison und Demokratie. Zu große Ungleichheiten gefährden beides.

Davon ab greift dieses Argument unterschiedlicher Leistung aber an den Rändern auch nicht mehr. Jemand mit einem Millioneneinkommen wird niemals das hundertfache an Leistung eines einfachen Arbeiters erbringen, selbst wenn wir Bildung und Verantwortung mit einpreisen (ist ja nicht so, dass ein Manager alles verlieren würde, wenn er was verbockt). Das meinte ich mit: der Mechanismus der leistungsgerechten Entlohnung funktioniert relativ gut, aber franst an den Rändern aus. Deshalb muss man ihn nicht abschaffen, aber an den entsprechenden Stellen gegensteuern (no pun intended).
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Re: Bundestagswahl 2021

Beitrag von MasterFeidn » So 7. Nov 2021, 21:51

NotX-Lated hat geschrieben:
Mo 1. Nov 2021, 09:19
Der Kommentar, den ich nicht verstehe, bleibt damit aber unverständlich. Ich habe auf zwei Aspekte dezidiert geantwortet und gesagt, dass es mir schwerfällt, da eine Kernaussage oder einen Diskussionsbezug rauszuziehen. Und ich gebe dir das Feedback, dass deine Posts leider zu sehr Suchspiel sind. All das ist in meinen Augen konstruktiv.
Nimm z.B. Einmal, dass starke Schultern mehr leisten müssen siehe C-Real. - nun habe ich immernoch keine Ahnung, welche Aussage von C-Real mit welcher Aussage von dir gematcht wurde ... darum helfen bei sowas Quotes. Habe gerade mal die Aussage von Real gesucht ... sie ist Teil eines längeren Absatzes, der dann auch komplett in Betracht gezogen werden muss. Was genau deine Antwort darauf ist, kann ich weiter nur raten. Gefühlt hast du einmal über alle Posts von uns drübergeskimmt und grob unter "linksgrünversiffter Unsinn" abgetan. und dann lauter Kram in deinen Post gepackt, der dir irgendwie auf der Seele lag.
Nein, das Problem ist einfach, dass du mich nicht verstehen willst.

Aussagen wie "linksgrünversiffter Unsinn" welche ich nie getätigt habe liest du dagegen gerne raus.

Ich kann es dir gerne nochmal kurz zusammenfassen: Ich habe mich gewundert - siehe Eingangskommentar - dass die politische Richtung hier stark nach links zeigt. Ich dachte es sei ausgewogener.

Dann habe ich mich auf zwei Beispiele fokussiert, zum einen den von C-Real, dass stärkere Schultern mehr tragen sollen und einmal dem von DarkShadwow, dass das linke Wahlprogramm gut sei. Mehr nicht.

Ich weiß dass politische Diskussionen, ähnlich wie Religion, durchaus hitzig werden können. Leider sind politische Diskussionen aus meiner Warte auch sehr interessant und ich finde auch wichtig. Gebe gerne zu, dass ein Spieleforum da vielleicht nicht das richtige Medium ist, aber hey, da der Thread nun mal da ist.

Reaktionen wie die von dir, sieht man woanders auch häufiger. Irgendwann gehts in die persönliche Schiene. Das ist leider ein Muster. Nun ja, nichts für ungut.


Eine Frage hätte ich an dich Notx, bezugnehmend auf deine letzte Antwort auf pyrokar. Gibt es für dich eine Höchstgrenze von Reichtum?
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Re: Bundestagswahl 2021

Beitrag von NotX-Lated » So 7. Nov 2021, 22:23

MasterFeidn hat geschrieben:
So 7. Nov 2021, 21:51
Reaktionen wie die von dir, sieht man woanders auch häufiger. Irgendwann gehts in die persönliche Schiene. Das ist leider ein Muster. Nun ja, nichts für ungut.
Du hast leider immernoch nicht erklärt, was für dich genau daran jetzt "links" war. Und du hast trotz mehrfachen, sachlichen, konstruktiven Feedback meinerseits immernoch nicht aufgedröselt, worauf sich deine Punkte eigentlich beziehen. Ich habe geschildert, wie deine Aussagen rüberkommen, nicht unterstellt, dass du etwas gesagt hast (lies den Satz mit dem "linksgrünversifft" noch einmal). Ich war jederzeit bereit, auf deine Argumente einzugehen und habe deshalb in der Hoffung, sie zu verstehen, mehrfach nachgefragt. Wenn du diesse Reaktionen häufiger siehst, dann liegt das vielleicht doch an dir?

Auf deine letzte Frage bin ich bereit einzugehen, sobald wir alles Vorhergehende geklärt haben. Andernfalls sehe ich da keinen produktiven Mehrwert draus erwachsen. DIskussionen sind keine Einbahnstraße. Warum soll nur ich mich darum bemühen?
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Therak
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Re: Bundestagswahl 2021

Beitrag von Therak » So 14. Nov 2021, 08:08

Uhkay, die Grünen sind stinkig, weil die Klima-Verhandlungen nicht nach ihrem Gusto verlaufen.
Unter anderem fordern sie 80% erneuerbare Energien bis 2030 - (etwas, das wir eh nie hinbekommen würden, IMO) - zum anderen fordern sie, dass Windräder zum öffentlichen Interesse erklärt werden, sodass das Aufstellen nicht mehr von Naturschützern wegen Artenschutz blockiert werden kann.

Ich bin kein Experte, aber isses nicht etwas heuchlerisch für angebliche Grüne, wenn man für den Klimaschutz den Natur- und Artenschutz opfert? Oder kümmern wir uns darum in 20 Jahren, wenn da die Kacke am Dampfen ist?
uzi
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Re: Bundestagswahl 2021

Beitrag von uzi » So 14. Nov 2021, 08:50

das thema ist sicher kein leichtes, insbesondere für die grünen. klassischer zielkonflikt und dann springt ja noch immer der zahlenmäßig nicht unerhebliche esoterik-flügel herum.

grundsätzlich darf man wohl konstatieren, dass der artenschutz allzuoft als grund vorgeschoben wird, warum man dieses oder jenes nicht will. wie sich in der vergangenheit gezeigt hat, offenbar zuweilen auch missbräuchlich. wenn man da ein stück weit gegen vorgeht, kann das vermutlich nicht schaden - eben auch den grünen kernzielen nicht.

letztlich wird man eh der klimakrise den vorrang vor lokalem artenschutz geben müssen. schlicht, weil die dimension eine andere ist und weil es am ende des tages jedem wurscht ist, wenn irgendwo ne fledermaus ausstirbt, wenn einem dafür nicht haus und hof weggeschwemmt werden.

ich versteh nur immer nicht, wieso nicht viel mehr druck aufgebaut wird, dachflächen stärker zu nutzen. da wäre zumindest der artenschutz kein problem.
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Re: Bundestagswahl 2021

Beitrag von Therak » So 14. Nov 2021, 09:14

Aber was ist mit den Großstadttauben? Denkt denn niemand an die Großstadttauben?!

Ne, auf den Dachflächen sind doch jetzt Solarmodule, da ist kein Platz mehr. *hrhr*

Ich finde diese halbgaren Forderungen halt grundsätzlich seltsam. Wie bei meinem Lieblingsthema dem Plastikbesteck: Da darf in einer Plastik-Salatschüssel kein Plastikbesteck mehr liegen, aber ne Holz-Gabel verpackt in Plastik ist völlig in Ordnung.
Ebenso: Da werden die Kohle- und Atomkraftwerke abgeschafft, aber weil die erneuerbaren Energien nicht genug produzieren, muss Strom aus dem Ausland eingekauft werden - von Kohle- und Atomkraftwerken, die jetzt doppelt so hart produzieren dürfen. Da wird doch quasi nur das Dreckhäuchen vor sich hergekehrt, ohne, den Dreck irgendwie zu reduzieren. Im Zweifelsfall landet das Häufchen dann in China, und dann kann man es nicht einmal mehr vor sich herkehren.
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Re: Bundestagswahl 2021

Beitrag von uzi » So 14. Nov 2021, 10:21

Therak hat geschrieben:
So 14. Nov 2021, 09:14

Ebenso: Da werden die Kohle- und Atomkraftwerke abgeschafft, aber weil die erneuerbaren Energien nicht genug produzieren, muss Strom aus dem Ausland eingekauft werden ...
wenn ich es richtig in erinnerung habe, ist das eine legende. deutschland hat (in den letzten jahren) mehr strom produziert, als verbraucht. ist also netto exporteur. dass im europäischen verbundnetz immer auch strom über die grenzen fließt (also im zweifel brutto importiert wird), ist normal und gewollt und auch sinnvoll. je größer der verbund, desto leichter lassen sich ungleichgewichte überregional ausgleichen und desto stabiler wird die geschichte.
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Re: Bundestagswahl 2021

Beitrag von Therak » So 14. Nov 2021, 14:12

Google sagt:
Im Jahr 2019 hat Deutschland 72,4 Milliarden kWh exportiert und 39,8 Milliarden kWh importiert.

Jetzt muss mir ein Experte das noch umrechnen, was mit den Zahlen passieren würde, wenn man auf die erneuerbaren Energien setzt.
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Re: Bundestagswahl 2021

Beitrag von Therak » Mi 24. Nov 2021, 15:05

Wir bekommen eine Zuckersteuer (dank den Grünen).
Jetzt nicht das schlimmste was passieren kann, aber so viel zu dem Versprechen, dass keine größere Belastung auf uns zukäme.
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Re: Bundestagswahl 2021

Beitrag von NotX-Lated » Do 25. Nov 2021, 13:11

Einfach weniger Zucker in die Lebensmittel stecken, fertig. Ich denke mal auch eher, dass der Wind aus dieser Richtung weht, und es weniger darum geht, damit den Strukturwandel zu finanzieren. ;) Steuern sind halt, wie der Name schon sagt, auch manchmal einfach ein Steuerungsmittel.
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Re: Bundestagswahl 2021

Beitrag von uzi » Do 25. Nov 2021, 13:43

wir haben das thema ja schon angerissen, aber hier nochmal: steuern und steuern sind 2 paar schuhe. steuern für den bürger (also in der hauptsache einkommenssteuer) will ich so einfach, wie nur irgend möglich. optimal: ein steuersatz für alle ohne irgendwelche möglichkeiten, was abzusetzen. steuern für unternehmen sind ne ganz andere geschichte (auch wenn sie natürlich auf ihre kunden umlegen). da spiel komplexität keine rolle mehr.

was ich sagen will: zuckersteuer ist völlig ok als steuerungsinstument, solange es auf der ebene der produzenten angewendet wird. und ja, mich als alten näscher trifft das besonders hart ;).

ab davon: wir sollten uns mal davon lösen, dass wahlziele wahlversprechen sind. das ist einfach bullshit und widerspricht jeder logik. insbesondere steht es diametral der demokratischen grundlage, dem kompromiss, gegenüber.
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Re: Bundestagswahl 2021

Beitrag von Therak » Do 25. Nov 2021, 16:25

Es ging mir nicht darum, Sinn oder Unsinn der Steuer zu diskutieren, sondern nur anzustoßen, dass ein Versprechen gebrochen wurde :D

Großbritannien hat die Zuckersteuer übrigens bereits vor dem Brexit eingeführt und angeblich lief es da drüben recht gut, da die meisten Firmen einfach Alternativen zum Zucker gefunden haben.
Und AFAIK isses auch jetzt schon so, dass zumindest bei den Getränken sich die Zero-Versionen immer besser verkaufen.
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Re: Bundestagswahl 2021

Beitrag von NotX-Lated » Do 25. Nov 2021, 17:25

Davon ab, dass man, wie uzi schon meinte, vorsichtig sein sollte, wenn man bei Wahlkampfprogrammen von "Versprechen" redet: Ich sehe nicht, welches "Versprechen" gebrochen werden soll. Vermutlich werden sich die Endverbraucherpreise kaum ändern, weil die Herstellung angepasst wird.
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Re: Bundestagswahl 2021

Beitrag von Therak » Do 25. Nov 2021, 17:49

...oder weil die Preise eh in die Höhe schießen und die paar Zuckercent auch nichts mehr ausmachen. Hust.
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