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Das frage ich mich

Plaudereien über Gott und die Welt
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Therak
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Re: Das frage ich mich

Beitrag von Therak » So 11. Nov 2018, 18:09

TheDarkShadow hat geschrieben:
So 11. Nov 2018, 16:34
Triple A, Bezeichnung für Spiele, welche halt mit besonders viel Aufwand und Geld produziert wird.
Über 'Aufwand' lässt sich streiten :D
Aber ja, Triple-A bezeichnet die monetär aufgepumpten Produktionen die auf keinen Fall schief gehen dürfen, weil sonst irgendwelche Investoren weinen werden.
Der Begriff ist hierbei sowohl positiv, als auch negativ geprägt - je nachdem in welchem Kontext man ihn verwendet.

"Dieses Indie-Spiel ist auf Triple-A-Niveau". Hier wär's positiv.
"Das ist ein typisches Triple-A-Spiel". Hier negativ.
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Re: Das frage ich mich

Beitrag von NotX-Lated » So 11. Nov 2018, 18:12

Ich vemute mal, ihm war nur nicht klar, dass "AAA" für "Triple A" steht. :D
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Jirinaar
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Re: Das frage ich mich

Beitrag von Jirinaar » So 11. Nov 2018, 19:05

Bisher kannte ich Tripple-A ja nur von Rating-Agenturen à la Standard & Poor's. Von Unternehmen also, deren Sinn darin besteht, die amerikanische Wirtschaftsordnung in aller Welt in ein gutes Licht zu stellen und Länder abzustrafen, die mit dieser (Welt-)Ordnung nicht konform gehen. Dass dies aber auch von Spieleherstellern verwendet wird, ist tatsächlich an mir vorbei gegangen.

Ubischuft - oh Mann, der ist gut! :D
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Re: Das frage ich mich

Beitrag von NotX-Lated » Mo 12. Nov 2018, 18:31

"Von Unternehmen also, deren Sinn darin besteht, die amerikanische Wirtschaftsordnung in aller Welt in ein gutes Licht zu stellen und Länder abzustrafen, die mit dieser (Welt-)Ordnung nicht konform gehen." - Dann hast du Rating-Agenturen auch nicht richtig verstanden. :P
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Re: Das frage ich mich

Beitrag von juh » Mo 12. Nov 2018, 19:41

Ich würde das auch nicht so krass ausdrücken, allerdings habe ich gelegentlich mit einer Rating Agentur zu tun, und wundere mich über einige Willkürentscheidungen... vielleicht haben die keine bewusste Agenda, aber sie unterliegen populären Meinungen und Strömungen genau so, wie jeder Amateur. Man könnte sagen, sie sind nicht rein objektiv.
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Re: Das frage ich mich

Beitrag von Narses » Mo 12. Nov 2018, 20:06

Der Fehler liegt im System: Der Auftraggeber zahlt für sein Rating, ist also letztlich ein Gefälligkeitsgutachten. Interessanterweise scheint gerade die EZB da ein Hindernis für neue Ratingagenturen zu sein: http://www.faz.net/aktuell/finanzen/anl ... 83250.html
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Re: Das frage ich mich

Beitrag von NotX-Lated » Mo 12. Nov 2018, 20:57

Sie sind wirtschaftlch agierende Unternehmen mit all diesen Fehlern, ja. Aber keine Agenten.
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Re: Das frage ich mich

Beitrag von juh » Mo 12. Nov 2018, 20:59

Äh, Hauptkunde für Ratingagenturen sind Investoren und Kreditgeber. Die sind an verlässlichen Ratings interessiert, und tauschen sich ihrerseits über die Qualität der Ratingagenturen aus. Wäre mal interessant, zu erfahren, ob es sowas wie ein Rating der Ratingagenturen gibt? Falls nicht - Geschäftslücke!? Wer macht mit?

(edit) Mist, ich darf nicht. Ich weiss zuviel.
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Re: Das frage ich mich

Beitrag von Pyrokar » Mo 12. Nov 2018, 22:03

Es ist allerdings schon so, dass die Ratingagenturen alle in den USA sitzen und damit tendenziell auch deren Interessen vertreten, wie man ja an der Krise 2008 gesehen hat. Das hat sich, meines Wissens, seither auch nicht geändert.
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Re: Das frage ich mich

Beitrag von juh » Di 13. Nov 2018, 04:13

Ich sehe das anders. Menschen neigen zu unterbewusstem bias (es gibt leider kein gutes deutsches Wort dafür), und der ist davon geprägt, wo man lebt und was man gelernt hat. Es muss keine Absicht dahinter stecken. Es wäre sicher hilfreich, Gegenmeinungen einzuholen - beispielsweise veröffentlichen auch europäische Banken wie RBS und SG Bewertungen. Ob die soviel besser sind?!?
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Re: Das frage ich mich

Beitrag von Pyrokar » Di 13. Nov 2018, 09:38

Banken sind nirgendwo besser, aber unsere eigenen könnten wir grundsätzlich wenigstens in Haftung nehmen wenn sie unsere Wirtschaft ruinieren.
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Re: Das frage ich mich

Beitrag von Jirinaar » Di 13. Nov 2018, 10:59

Glaubst du das wirklich? - Dazu müssten wir erst einmal Politiker haben, die sich trauen so etwas durchzusetzen. Und die sehe ich nicht; zumal ja das Großkapital, das hinter diesen Banken steht, den 'folgsamen' Politikern gerne irgendwelche sehr gut bezahlten Pöstchen verschafft, damit sich die Politik da nicht einmischt. (Bei den Lobbyisten sieht es ja ähnlich auch, oder warum müssen Volkswagen und Co. die Betrugsdiesel nicht zum Kaufpreis wieder zurücknehmen?) Also bleibt es alles so wie gehabt - am Ende zahlt der Steuerzahler wieder die Zeche. Für mich ist es da echt kein großes Wunder, dass in der Bevölkerung so eine große Politikerverdrossenheit besteht. Keine Politikverdrossenheit!
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Re: Das frage ich mich

Beitrag von Pyrokar » Di 13. Nov 2018, 11:07

Theoretisch haben wir zumindest die Möglichkeit. Und das die Leute Veränderung wollen ist ja in einigen teilen Europas schon sehr deutlich. Aber natürlich geht mit dem Geld auch immer eine gewisse Macht einher.
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Re: Das frage ich mich

Beitrag von Narses » Di 13. Nov 2018, 13:01

juh hat geschrieben:
Di 13. Nov 2018, 04:13
Ich sehe das anders. Menschen neigen zu unterbewusstem bias (es gibt leider kein gutes deutsches Wort dafür), und der ist davon geprägt, wo man lebt und was man gelernt hat. Es muss keine Absicht dahinter stecken. Es wäre sicher hilfreich, Gegenmeinungen einzuholen - beispielsweise veröffentlichen auch europäische Banken wie RBS und SG Bewertungen. Ob die soviel besser sind?!?
Bias: Vorurteil, Voreingenommenheit, Parteilichkeit?
Gibt schon ein paar Worte dafür, sind halt länger und nicht englisch ;)
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Re: Das frage ich mich

Beitrag von Narses » Di 13. Nov 2018, 13:04

juh hat geschrieben:
Mo 12. Nov 2018, 20:59
Äh, Hauptkunde für Ratingagenturen sind Investoren und Kreditgeber. Die sind an verlässlichen Ratings interessiert, und tauschen sich ihrerseits über die Qualität der Ratingagenturen aus. Wäre mal interessant, zu erfahren, ob es sowas wie ein Rating der Ratingagenturen gibt? Falls nicht - Geschäftslücke!? Wer macht mit?

(edit) Mist, ich darf nicht. Ich weiss zuviel.
https://www.reuters.com/article/us-rati ... TI20110802

Further complicating the issue is that the major agencies make money by charging private issuers for a rating. They are paid by those they judge. Critics say this created perverse incentives such that at the height of the credit boom in 2005 to 2007, the agencies recklessly awarded Triple A ratings to complex exotic structured instruments that they scarcely understood.

Inwieweit Investoren & Kreditgeber die wichtigeren Kunden sind weiss ich nicht, habe nie bei ner Ratingagentur gearbeitet.
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Re: Das frage ich mich

Beitrag von NotX-Lated » Di 13. Nov 2018, 17:19

Pyrokar hat geschrieben:
Mo 12. Nov 2018, 22:03
Es ist allerdings schon so, dass die Ratingagenturen alle in den USA sitzen und damit tendenziell auch deren Interessen vertreten, wie man ja an der Krise 2008 gesehen hat. Das hat sich, meines Wissens, seither auch nicht geändert.
Ums noch mal für alle Beteiligten ins Gedächtnis zu rufen: Es geht hier um die Aussage "Von Unternehmen also, deren Sinn darin besteht, die amerikanische Wirtschaftsordnung in aller Welt in ein gutes Licht zu stellen und Länder abzustrafen, die mit dieser (Welt-)Ordnung nicht konform gehen." Es geht nicht darum, ob sie subjektiv oder Amerika- oder kapitalismusfreundlich sind. Ja da sind sie, aber da mit Strippenzieher-Semantik zu kommen oder ihnen eine verschwörerische Absicht zu unterstellen, was die zitierte Aussage in meinen Augen tut, geht zu weit.
Narses hat geschrieben:
Di 13. Nov 2018, 13:01
Bias: Vorurteil, Voreingenommenheit, Parteilichkeit?
Gibt schon ein paar Worte dafür, sind halt länger und nicht englisch ;)
Bias kann auch eine systematische Verzerrung sein, insbesondere im Wissenschaftsfeld. Das Wort ist schwer übersetzbar und es ist durchaus üblich, das direkt im wissenschaftlichen Diskurs zu verwenden.
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Re: Das frage ich mich

Beitrag von Jirinaar » Di 13. Nov 2018, 20:08

@ NotX-Lated: Was du nicht immer in meine Worte so alles hineininterpretierst...

Vielleicht habe ich ja auf Grund meines fortgeschrittenen Alters einfach nur eine andere Sicht auf diese Welt als du. Und die hat sich im letzten halben Jahrhundert schon einige Male geändert. Nur eines habe ich mir stets erhalten: Den humorvollen und auch meist etwas bissigen Blick auf das Geschehen in der Welt. (Tragische Todes-/Kriegs- und Unfälle natürlich ausgenommen. - Da ist selten etwas humorvolles dabei. Ja gut, das mit dem Darwin-Award ist in der Regel tragisch und trotzdem lustig.)

Edit:
Berichte wie diese zeigen schön den Grund für die Bissigkeit meiner Sicht auf die Welt:
https://www.youtube.com/watch?v=OU1B2QLPdaM
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Re: Das frage ich mich

Beitrag von NotX-Lated » Di 13. Nov 2018, 23:15

Ich bin auch nicht mehr so wirklich jung, aber verschwörungstheoretisch angehauchte Pauschalisierung und Dämonisierung ist keine Frage des Alters. Das geht mir bei den ganzen Punk-Kiddies genauso auf dem Senkel wie bei meinem alten, grantigen Vater, der die ganze Welt mit "Amerika böse" erklären kann. Und ich würde mich ideologisch sehr weit links verorten.
Möglicherweise interpretiere ich zuviel, aber mir fällt auch keine andere Lesart von "Unternehmen, deren Sinn darin besteht ... " ein. Unternehmen gibt es, weil Leute unternehmen gegründet haben, und sie existieren, weil sie betrieben werden und selbsterhaltend funktionieren. Sie haben keinen keinen Strippenzieher und keinen "Sinn".
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Re: Das frage ich mich

Beitrag von juh » Mi 14. Nov 2018, 06:53

Volle Zustimmung, deckt sich mit meinen Beobachtungen. Firmenlenker versuchen zwar immer gerne, einem Unternehmen eine "Vision und Mission" zu geben, meist sieht das aber nur in Hochglanzprospekten gut aus. Die Realität ist, dass große Unternehmen intern sehr divers und nicht sehr straff koordiniett sind. Selbst als Insider versteht man selten, was gerade passiert, noch weniger, warum. Nur von Aussen sieht man das Chaos nicht, was daran liegt, dass man sich gern ein vereinfachtes Bild von Dingen macht, die einen nicht alltäglich betreffen und über die man wenig weiss.

Weiteres Problem ist, dass das resultierende Firmenimage oft völlig verzerrt ist, weil es teils von der Firmenkommunikation, viel stärker aber noch von der Rezeption und Reflektion Dritter abhängt. Und die sind oft von wenig wohlwollenden Interessen geleitet, ansonsten würden sie ihre Energie ja auf anderen Gebieten einsetzen.

Im Konflikt Unternehmen gegen Politik und Nichtregierungsorganisationen (NGOs) tritt noch das Dilemma ein, dass ein Unternehmen meist den grössten Teil seiner internen Ressourcen auf Forschung, Entwicklung, Produktion und Vertrieb einsetzen muss, sonst hat es keine marktfähigen Produkte. Erstaunlich wenige Mitarbeiter können sich um Reputation und Aussenkommunikation kümmern. Bei Politikern und NGOs ist es genau umgekehrt, und dank social media sind die Kosten für Kampagnen niedriger als je zuvor, daher kann so eine kleine Organisation wie die DUH die halbe Fahrzeugindustrie aufmischen. Und wenn die Firmen dann reagieren und doch Kommunikationsprofis beschäftigen, wird ihnen noch Lobbyismus vorgeworfen... schöne Zeiten für Aktivisten, nicht für Unternehmen.
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Re: Das frage ich mich

Beitrag von uzi » Mi 14. Nov 2018, 07:26

NotX-Lated hat geschrieben:
Di 13. Nov 2018, 23:15
Unternehmen gibt es, weil Leute unternehmen gegründet haben, und sie existieren, weil sie betrieben werden und selbsterhaltend funktionieren. Sie haben keinen keinen Strippenzieher und keinen "Sinn".
das wird für die masse der unternehmen zutreffen. es gibt aber durchaus firmen, die zu einem bestimmten zweck gegründet werden. ein ziemlich bekanntes beispiel dürften bad banks sein, die faule kredite zu bündeln oder gesellschaften in steueroasen zwecks steuervermeidung. weniger bekannt sind firmengründungen durch geheimdienste. langer rede kurzer sinn: es gibt durchaus unternehmen, die eben nicht selbsterhaltend funktionieren, sondern für einen bestimmten zweck abseits der gewinnerwirtschaftung gegründet wurden.
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Re: Das frage ich mich

Beitrag von Narses » Mi 14. Nov 2018, 19:23

Oder auch staatliche Fernseh-, Post-, Telekom-, Bahn- und Rüstungsunternehmen die auch nicht immer gewinnorientiert geführt werden.
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Re: Das frage ich mich

Beitrag von NotX-Lated » Mi 14. Nov 2018, 20:27

Aber wir reden hier von Rating-Agenturen.
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Re: Das frage ich mich

Beitrag von Narses » Mi 14. Nov 2018, 20:59

Der "Sinn" von Ratingagenturen besteht darin Länder, Firmen, Anlagevehikel etc. zu raten und damit anderen Parteien diese Arbeit zu ersparen.
Blöd nur dass diese Ratings selten hinterfragt werden und auf viele Anlageentscheide Einfluss haben ("Du darfst nur in Länder/Firmen/Wertpapiere mit AA aufwärts investieren") genau wie auch der LIBOR, der über Jahre systematisch manipuliert wurde und immer noch wird.
Und Strippenzieher gibts sehr wohl. Gegen aussen GL, Aufsichtsrat. Im Hintergrund die Aktionäre und es wird definitiv auch Treffen zw. hochrangigen Ratingagenturmanagern und Politikern geben, wenn der IMF mal wieder einen Kredit für Land X bewilligen soll.
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Re: Das frage ich mich

Beitrag von NotX-Lated » Mi 14. Nov 2018, 21:40

Du verlierst dich gerade etwas in semantischer Unschärfe. Was du mit "Sinn" meinst (und nebenbei auch mit anderen Inhalten füllst Jirinaar), ist lediglich die Dienstleistung, die sie anbieten, und die eingekauft wird. Das ist etwas anderes als das, was Jiriniar beschreibt. Bei ihm bekommt "Sinn" eine Strippenziehersemantik. Es geht nicht um die Dienstleistung, sondern der Zweck für den diese Unternehmen von einer (geheimen?) politischen Elite gegründet/betrieben/gehalten werden. Jaja, ich weiß, nur meine Interpretation usw., aber ich kann auch mit gutem Willen keine andere naheliegende Interpretation des Satzes finden.
Ebenso läuft deshalb deine Strippenzieher-Aussage ins Leere. Jirinaars Aussage bezieht sich nicht auf die die Entscheider im Unternehmen, sondern auf die Strippenzieher im Hintergrund.
Ob es im Hintergrund Treffen gibt, ist a) Spekulation, hat b) wenig mit der "Sinn"-Frage zu tun und lässt c) offen, welcher Gestalt dieser Treffen sind – es können auch reine Experten-Konsultationen sein.

... Wie ich ständig "Wölfi" schreibe und mich dann korrigiere. :<
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Re: Das frage ich mich

Beitrag von Jirinaar » Do 15. Nov 2018, 11:28

Hätte ich doch nur geschrieben:

Von Unternehmen also, deren Sinn meiner Meinung nach darin besteht, die amerikanische Wirtschaftsordnung in aller Welt in ein gutes Licht zu stellen... usw. usf.

Dann wäre ja vielleicht niemand auf die Idee gekommen, mir das InDieWeltSetzen einer Verschwörungstheorie vorzuwerfen.
Ich selber kann diese ganzen dämlichen Verschwörungstheorien selber nicht verstehen: Die Amerikaner waren nicht auf dem Mond, die Erde ist eine flache Scheibe usw. Aber das Internet ist ja voll mit diesem Müll.

Ich muss dann wohl ab jetzt hier leider mit meinen Formulierungen etwas vorsichtiger/präziser werden, schade...

:(
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Re: Das frage ich mich

Beitrag von Pyrokar » Do 15. Nov 2018, 14:07

Dass sich die europäische Wirtschaft nach dem zweiten Weltkrieg sehr abhängig von der US-Wirtschaft gemacht hat, ist aber kein Geheimnis. Da wurde zu viel vertraut und dieses Vertrauen wurde missbraucht, ob jetzt nur aus Gier oder aus Kalkül macht ja dann nicht so viel Unterschied.

Das sind sowieso Vorgänge, die man als einfacher Bürger (falls das überhaupt irgendjemand kann) nie wirklich durchschauen kann, denke ich. Deswegen sind für mich die Auswirkungen wichtiger als das warum. Unkontrollierte, private Ratingagenturen aus einem fremden Land funktionieren eindeutig nicht. Das haben sie eindrucksvoll bewiesen.
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Re: Das frage ich mich

Beitrag von NotX-Lated » Do 15. Nov 2018, 18:08

@Pyrokar: Sehe ich genauso.
@Jirinaar: Ich will das jetzt nicht tot diskutieren. Aber dass es sich dabei um deine Meinung handelt, war mir schon klar. Ich fand nur, deine Meinung las sich recht verschwörungstheoretisch. Aber naja, ich denke, mittlerweile is zu dem Thema auch alles gesagt. ;)
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Re: Das frage ich mich

Beitrag von Eberon » Do 15. Nov 2018, 19:36

Was der Merz raucht, daß er ernsthaft glaubt, er gehöre als Millionär zur Mittelschicht.
… wande si ne wizzen waz si tuont …
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Re: Das frage ich mich

Beitrag von uzi » Fr 16. Nov 2018, 07:20

ich glaub nicht, dass er das glaubt. ich glaub eher, dass er glaubt, dass das bei der mittelschicht gut ankäme. glaub ich ;).
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Re: Das frage ich mich

Beitrag von Abraxas » Fr 16. Nov 2018, 09:18

Natürlich gehört er damit nicht zum statistischen Mittel, aber in Zeiten in denen jede größere Eigentumswohnung in einer Großstadt schon 'ne halbe Million kostet, ist "Millionär zu sein" auch nichts wirklich Exotisches mehr.
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