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Der Serien Thread

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Godfather101
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Re: Der Serien Thread

Beitrag von Godfather101 » Di 9. Jul 2019, 16:27

uzi hat geschrieben:
Fr 5. Jul 2019, 07:19

was ich übringes bisher überraschend gut finde, ist whiskey cavalier #1. ist ähnlich angelegt, wie castle. action/krimikomödie, ungleiches paar, etc.
Welches leider nach der 1. Staffel abgesetzt wurde. :(
Schade, mir hat Whiskey Cavalier auch gut gefallen.
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Re: Der Serien Thread

Beitrag von uzi » Mi 10. Jul 2019, 22:26

tja, naja... das passt ins bild. offenbar ist mein geschmack im moment nicht massenkompatibel. heute muss anscheinend alles überdramatisch sein.

lethal weapon wurde übrigens auch abgesetzt. dort dürfte der grund allerdings bei den 'unstimmigkeiten' im cast liegen. obwohl die 3. staffel imho besser, als die 2. ist, ist es ohne riggs halt nicht mehr lethal weapon. dumm gelaufen...
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Re: Der Serien Thread

Beitrag von uzi » Mi 17. Jul 2019, 21:08

Godfather101 hat geschrieben:
Di 9. Jul 2019, 16:27
uzi hat geschrieben:
Fr 5. Jul 2019, 07:19

was ich übringes bisher überraschend gut finde, ist whiskey cavalier #1. ist ähnlich angelegt, wie castle. action/krimikomödie, ungleiches paar, etc.
Welches leider nach der 1. Staffel abgesetzt wurde. :(
Schade, mir hat Whiskey Cavalier auch gut gefallen.
...auch noch mit cliffhanger. ätzend.
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Re: Der Serien Thread

Beitrag von uzi » Mi 18. Sep 2019, 11:50

nachdem die 2. staffel the orville nun durch ist, mal kurz 2 worte dazu: der humor-anteil wurde deutlich zu gunsten von drama zurückgefahren. ich bin zwar nicht unbedingt ein fan von mcfarlanes humor, aber die mischung mit scifi war eben ein ziemliches alleinstellungsmerkmal. nicht, dass ich die 2. staffel schlecht fänd, aber sie kommt jetzt halt deutlich stärker als star-trek-kopie rüber. find ich schade.
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Re: Der Serien Thread

Beitrag von Narses » Mi 18. Sep 2019, 20:18

Bei mir ists genau anders rum. Ich fand den Humor in der 1. Staffel teilweise etwas daneben und die 2. Staffel hat mir dann deutlich besser gefallen. :P
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Re: Der Serien Thread

Beitrag von C-Real » Do 28. Nov 2019, 16:14

Und auch bei meinen Serien kann ich ja mal ein Update geben:

Auf Amazon gibt es die Miniserie “Too Old to die young” von “Drive”-Regisseur Refn. Sie orientiert sich freilich mehr an seinen jüngeren verkopften artsy Werken. Ein hochkarätiger Cast, aber eine zwiespältige Betrachtung meinerseits.

Es geht um einen Cop, der in die Unterwelt abdriftet, und einen Latino, der seine Gangster-Mutter rächt - auf den ersten Blick. Es kommen noch weitere Figuren, wilde Gore- und Sexszenen, und irgendwie Abrechnung mit dem verkoksten Amerika unter Trump sowie wilde Farbgebung, die für verschiedene Todsünden stehen. Alles klar?

Das Ganze ist durchaus interessant, jedoch leider besonders in den ersten Folgen extrem zäh erzählt mit unnötig langen Kameraeinstellungen. Das Ende ist konsequent, aber seltsam auf andere Figuren fokussiert. Ich kann nicht recht sagen, was ich von dem ganzen Ding halten soll. Missen will ich das Geschaute nicht, aber irgendwie bin ich auch froh, dass es eine abgeschlossene Miniserie ist, selbst, wenn es Fortsetzungspotenzial gibt. 3,5/5
Dann, ebenfalls auf Amazon, habe ich mal die 4. Staffel von “Fear the Walking Dead” geschaut. Die Mutterserie ist ja in schnarchige Gefilde gewandelt, während das Spin-off viel harsche Kritik bekommt, aber eigentlich besser ist: interessantere Figuren, mehr Abwechslung, kein weinerliches Gesülze von früh bis spät.

Umso zwiespältiger dann Staffel 4. Diese ist nämlich eine Art soft reboot, da viele neue Figuren eingeführt werden, alte sterben. Morgan aus der Hauptserie kommt in den Westen des Landes und trifft auf die Überlebenden der anderen Serie, die hier teilweise als Antagonisten eingeführt werden - sehr gut! In Rückblenden wird erzählt, was nach dem Ende von Staffel 3 geschah. Die meisten neuen Figuren, die neben Morgan kommen, sind ebenfalls sehr sympathisch und interessant, insbesondere John Dorie, von Folge 1 an: Ein sympathischer, etwas tumber, aber gutherziger Cowboy.
Es gibt dann einige tolle Szenen, wie z.B. im Sturm, es gibt wieder etwas mehr Horror und interessante Antagonisten. Doch irgendwie gleicht sich das alles der Hauptserie an, was ich als Alarmsignal verstehe. Daher: 3,5/5
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Re: Der Serien Thread

Beitrag von uzi » Do 28. Nov 2019, 16:19

ich hab inzwischen den faden verloren, über welche serien ich schon was gesagt habe :D. was mir allerdings sofort einfällt: elementary ist inzwischen beendet worden. interessanter dreh, die reichenbachfälle zu einer person zu machen. insgesamt hab ich am ende der serie nichts auszusetzen. den schreibern gingen fühlbar die ideen aus. da kam ein sauberer abschluss gelegen.
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Re: Der Serien Thread

Beitrag von uzi » Di 3. Dez 2019, 10:07

ich bin jetzt auch endlich mal dazu gekommen, die finale staffel von game of thrones zu gucken. insgesamt hat man einen guten abschluss hinbekommen, wie ich finde. kleiner wermutstropfen: ich fand ausgerechnet den knackpunkt des schlussaktes, eine entscheidung daenerys' (ohne hier weiter spoilern zu wollen) nicht wirklich nachvollziehbar. auch wenn so getan wird, ergibt sich das imho nicht zwanglos aus ihrer weltsicht oder charakterentwicklung. mein anderer kritikpunkt ist der, dass die schlacht gegen die untoten in winterfell nicht wirklich plausibel dargestellt wird. erst überrennen die horden die vereinten heere quasi in sekunden, dann zieht sich der kampf innerhalb der festung aber gefühlte ewigkeiten und von den horden sind irgendwie nur grüppchen übrig. da wurde eindeutig die logik der dramatik geopfert. aber immerhin wars gut inszeniert, von daher: schwamm drüber.

insgesamt ist anzumerken, dass die fehlende buchvorlage der serie enorm gutgetan hat. dadurch gibt es nicht mehr 1000 parallele handlungsstränge, die alle pro folge nur 5 minuten zeit bekommen. ergo ist tempo und übersichtlichkeit dem format viel besser angepasst. in der beziehung gefällt mir die finale staffel um längen besser, als alles, was davor kam.
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Re: Der Serien Thread

Beitrag von C-Real » Di 3. Dez 2019, 10:35

Da bist du dann ja einer der wenigen. :D

Ich verstehe die Kritik an den vielen Handlungssträngen. Aber Staffel 8 ist dann doch viel zu typische Fantasy. Das hat GoT ein bisschen den Charme geraubt. Die fehlende Buchvorlage wird von vielen übrigens als Hauptkritikpunkt angesehen. Die beiden Autoren D&D sind sehr gut zu adaptieren, aber nicht im Selbstausdenken.

Anschließen kann ich mich aber insofern, dass ich den Abschluss schon rund fand. Nur die Vorbereitung der Entscheidungen, seien es die der Drachenmama oder wer nun der neue König wird, fand ich viel zu wenig sorgsam vorbereitet.

--------

Ich habe zwischenzeitlich "The Affair" beendet. Eine der Serien, die im Laufe der Zeit ihren Charme verlieren. Das hing auch mit den narrativen Entscheidungen zusammen, sodass die letzte, fünfte Staffel ein ganz anderes Feeling hat als die vorherigen - das ist manchmal sogar ganz gut und interessant, insbesondere bezüglich einer neuen Hauptfigur, aus der aber viel zu wenig gemacht wird. Schade, dass die Serie letztlich ihre ursprünglich faszinierende Idee der subjektiven Erzählweise aufgegeben hat, um dann "ne Story zu erzählen".

So schaue ich dann endlich mal "House of Cards". Wie auf dem alten Board geschrieben, habe ich mir ja das britische Original reingezogen, das ich auch sehr gut fand. Toll ist nun, dass die US-Version eine sinnige Neuinterpretation ist, weil sie - allein schon durch die Länge - vieles anders macht. Das heißt nicht notwendig: besser, sondern eben tatsächlich einfach: anders. Frank Underwood ist hier weniger ein Vampir als ein nüchterner Kalkulator. Insbesondere die Rolle seiner Frau ist in der US-Version ganz anders, umfangreicher, und auch interessanter, genauso wie die Nebenfiguren.
Staffel 1 ist geschaut, ein paar Längen hat sie, und ich freue mich auf den Rest!
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Re: Der Serien Thread

Beitrag von Karras » Sa 7. Dez 2019, 16:22

Tu dir selbst einen Gefallen und lass die allerletzte Staffel House of Cards bleiben, falls du besseres zu gucken hast. Nach dem Ausscheiden von Kevin Spacey durch den Skandal hatten sie nicht mehr so richtig ein Konzept für den Rest der Serie und das merkt man hart, ich würde behaupten es liegt nicht mal daran, dass man mit Mrs. Underwood weiter macht, da ich die Schauspielerin auch sehr mag. Aber den Schreiberlingen ist einfach nichts eingefallen, es gibt son bisschen alte Konflikte die im Hintergrund aufgewärmt werden, eine Fehde mit Franks alten Bekannten aus der Privatwirtschaft und Doug Stamper kriegt etwas mehr Rampenlicht, was ich an sich gar nicht schlecht fand, aber zu einem recht unbefriedigenden Finale geführt hat. Die ganze Staffel über dachte ich son bisschen worauf läuft das überhaupt hinaus und was soll das alles. Diese Inkohärenz ist für mich das genaue Gegenteil der vorherigen Staffeln.
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Re: Der Serien Thread

Beitrag von uzi » Di 31. Dez 2019, 09:20

hab mir gerade das serienfinale von gotham angeguckt. alles in allem bin ich der meinung, dass das eine der besseren superhelden-serien ist (im vergleich zu dem ganzen cw-gedöns). und eines der besseren projekte von dc, die ja kein wirklich gutes händchen bei ihren verfilmungen haben (auch wenn ich suicide squad deutlich besser fand, als der imho völlig übertriebene massen-verriss hätte vermuten lassen).
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Re: Der Serien Thread

Beitrag von McCrazy » Mo 13. Jan 2020, 10:16

In der Nacht von Freitag auf Samstag habe ich Lost in Space durch geschaut. Also, 1.5 Staffeln, weil ich da schon ein paar Folgen früher mal gesehen hatte. Das war ja teilweise ganz witzig. Eigentlich kann ich so überMenschen nicht leiden, aber die waren ja alle speziell ausgewählt für die Mission, oder? Ist nur etwas viel Genie auf die eine Familie gefallen.
Mit dem riesigen Cliffhanger wird eine dritte Staffel erwartet oder gar vorausgesetzt. Laut Gerüchten wird schon dran gearbeitet, allerdings gibts keine offizielle Bestätigung von Netflix, dass dem so ist.
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Re: Der Serien Thread

Beitrag von uzi » Mo 13. Jan 2020, 10:40

ich wusste gar nicht, dass es ne neue verfilmung gibt. aber da hast du auch schon deine antwort auf aus heutiger sicht etwas seltsame grundannahmen - der stoff ist uralt. die erste serie gabs ende der 60er und der zugrunde liegende comic ist sogar von anfang der 60er. da hat man sich über die merkwürdigkeit einer 'superfamilie' wenig gedanken gemacht ;).
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Re: Der Serien Thread

Beitrag von McCrazy » Mo 13. Jan 2020, 12:45

Dazu fällt mir gerade noch ein, der Roboter erinnerte mich im Aussehen sehr an die Geth aus Mass Effect. Und warum man ihm nie einen Namen gab frage ich mich auch. Vor allem, weil die sich ja mit der Zeit mehr oder weniger einig werden, dass er mehr als nur ein Roboter zu sein scheint.

Grundsätzlich bin ich ja auch nicht sehr kritisch was so Dinge angeht, weil es halt zur Story gehört etc. Gerade bei SciFi in der Zukunft kann man ja nicht so viel mitreden. ;) Ich schaue mir das Zeug an und lasse mich davon unterhalten.

Etwas OT, aber auch Serie: Habe mir ein paar Interviews mit Henry Cavill und anderen aus dem Witcher-Cast angeschaut und mir fällt auf, dass fast immer der Vergleich mit GoT gemacht wird. Als ob Netflix gesagt hätte: "wir machen jetzt was besseres" und jeder kritisiert das jetzt oder stellt Vergleiche auf, die überhaupt nicht passen.
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Re: Der Serien Thread

Beitrag von C-Real » Di 14. Jan 2020, 14:44

Na ja, sobald irgendwo Schwerter und Rüstungen auftauchen, heißt es immer gleich: "Das neue Game of Thrones"? Lächerlich, da hast du recht, aber so ist es leider.
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Re: Der Serien Thread

Beitrag von Mondkalb » Do 16. Jan 2020, 09:10

C-Real hat geschrieben:
Di 14. Jan 2020, 14:44
Na ja, sobald irgendwo Schwerter und Rüstungen auftauchen, heißt es immer gleich: "Das neue Game of Thrones"? Lächerlich, da hast du recht, aber so ist es leider.
Ich habe auch schon Vergleiche von "The Expanse" mit GoT gesehen. Das liegt einfach daran, dass GoT einen neuen Standard gesetzt hat (jedenfalls in den ersten Staffeln ;)), an dem sich neue Projekte jetzt messen lassen müssen. Da geht es um verschiedene Aspekte, z. B. das Worldbuilding, die Ausstattung, Sets, Kostüme usw., komplexe Handlungsstränge mit verschiedenen Fraktionen und interessante Figuren.
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Re: Der Serien Thread

Beitrag von C-Real » Do 16. Jan 2020, 09:12

Das stimmt natürlich auch, ja. Aber eben weil der Standard so hoch ist, werden da oftmals ziemlich miese Serien künstlich hochgeschrieben. Die können dieses Niveau gar nicht halten.
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Re: Der Serien Thread

Beitrag von Mondkalb » Do 16. Jan 2020, 10:19

Das war nach der Herr-der-Ringe-Verfilmung auch so. Jeder Fantasy-Film wurde mit HdR verglichen, meistens zu unrecht. ;)
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Re: Der Serien Thread

Beitrag von C-Real » Do 16. Jan 2020, 16:29

Eben!
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Re: Der Serien Thread

Beitrag von C-Real » Di 3. Mär 2020, 10:24

Habe gestern House of Cards (US-Version) beendet und kann mich dem obigen Urteil von Karras zur finalen Staffel nur anschließen: Prinzipiell war ohne Frank Underwood schon etwas möglich, und obwohl die Staffel einige interessante Kniffe macht, ist das meiste doch ein ziemliches Durcheinander. In negativer Weise fühlt sich diese Staffel "artsy" an, weil Figuren, die einen nicht interessieren, irgendwelches Pseudozeug labern, zu dem man als Zuschauer gar keinen Zugang findet, da die Figuren sowieso mehr und mehr dem Verständnis enthoben wurden.
Das Finale fühlt sich dann auch viel zu offen an, weil
es halt irgendwie immer weitergeht mit den ollen Underwoods - das gleiche, was man nun 6 Staffeln gesehen hat. Ich wollte keine Erlösungsgeschichte oder so etwas, aber doch zumindest klarere Richtungen. Es ist sehr wahrscheinlich, dass C. Underwood aka Hale mit ihrem Unsinn so weiter durchkommt.
Meiner Meinung nach begannen die Probleme der Show aber auch schon früher. Diese Kritik zum Finale beschreibt das Problem der Serie insgesamt sehr gut: Es geht nur um die Macht der Macht willen. Die Underwoods werden zunehmend einfach von Unsympathen zu Unsympathen². Für das Mitfiebern mit den Bösen, wie es die BBC-Serie aufgrund der würzigen Kürze viel besser hinbekommen hat, wiederholt sich in der Serie einfach zu viel.
Fazit: Für mich ist HoC schon ok, aber im gesamten überbewertet. Staffel 6 gebe ich laue 2 von 5, der Serie insgesamt 3 von 5.

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Zwischenzeitlich hatte ich mit meiner Freundin die neue Adaption von Dracula gesehen, von Mark Gatiss und Steven Moffat, die auch für die neue Version von "Sherlock" zu verantworten haben. Und da gibt es einige Parallelen.

Das beginnt mit dem visuellen Stil und manchen "Verbrechen" wie bescheuerten Schnell-Langsam-Cuts, oder dem Format (eigentlich sind's drei große Filme von 1 1/2 Stunden), ist aber besonders interessant beim Umgang mit dem Quellenmaterial. Die beiden Macher adaptieren Stokers Werk im Großen und Ganzen originalgetreu, setzen aber immer kleine andere Akzente, die große Auswirkungen haben. Da kann man nicht so viel verraten, aber ich fand das wahnsinnig gut. Es ist eine Neuinterpretation im besten Sinne!
Die Folgen 1 und 2 sind sehr gut bzw. gut. Kontrovers wird es dann aber dritten und letzten Episode der Miniserie:
Dracula landet in London nach der Seereise - aber in der Gegenwart! Das ist ein sehr großer Bruch im Narrativ. Dieser könnte funktionieren, hier scheitert es aber am Inhaltlichen. Es werden zu viele neue und langweilige Figuren eingeführt. Dafür ist das Finale aber gut, weil er den Vampirmythos insgesamt diskutiert.
Besonders geil fand ich Claes Bang als Dracula. Der ist hier ein echtes Monster in großem Gewand und der Darstellung von Gary Oldman ebenbürtig - wenn nicht sogar überlegen! Anderswo sind Vampire ja zu Witzfiguren und Schmusebären verkommen - nicht so hier. Dieser Dracula ist ein echter Fiesling.

Fazit: Ein interessantes Experiment mit Schnitzern. 3,5/5
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Re: Der Serien Thread

Beitrag von uzi » Di 3. Mär 2020, 12:00

ich fand house of cards ja schon immer völlig überbewertet und fürchterlich langatmig. hab nach der zweiten staffel aufgegeben.
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Re: Der Serien Thread

Beitrag von C-Real » Mo 9. Mär 2020, 08:05

Kann ich nun, im Nachgang, verstehen. Das Problem ist aber nicht das langatmige Tempo, sondern die fehlende Entwicklung für die Figuren.
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Re: Der Serien Thread

Beitrag von C-Real » Fr 13. Mär 2020, 11:10

Auf Netflix gibt es die Miniserie "Safe". In einer englischen gated community verschwindet die Tochter eines Arztes, kurz danach findet der Mord an ihrem Freund statt, und der Vater, gespielt von Michael C. "Dexter" Hall, macht sich auf die Suche. Er stolpert dann durch ein Netz aus Verwirrungen in der Nachbarschaft, in denen jeder irgendwie Dreck am Stecken hat...

Ich fand die Serie ganz interessant als ein Beispiel, wo es viel plot, aber wenig story gibt. Das heißt: Dauernd passiert etwas, es gibt durchaus spannende und interessante Wendungen, und die Reise geht, bis zum Schluss, in eine andere Richtung als man womöglich denken mag.
Doch wenn diese kurze Thrill dann verflossen ist, merkt man, dass es einen doch irgendwie kalt lässt. Das hat vor allen Dingen damit zu tun, dass man eben nicht weiß, was diese Geschichte thematisch erzählen will. Geht es um die Heuchelei einer Gemeinschaft? Die Angst eines Vaters? Schuld aus der Vergangenheit?

Im Detail äußert sich dies dann wiederum darin, dass der Zuschauer
a) nicht wirklich mit den Figuren mitfiebert und
b) die vielen Handlungsstränge eine eigene Story für sich sein könnten, wodurch
c) man nicht wirklich ein Gefühl für das Setting bekommt (dass die Gemeinschaft bspw. umzäunt ist, spielt eigentlich kaum eine Rolle).

Fazit: Muss man nicht gesehen haben, aber es hilft denjenigen Fehler beim eigenen Geschichtenerzählen vermeiden. 2,5/5
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Re: Der Serien Thread

Beitrag von Abraxas » Sa 14. Mär 2020, 19:41

Hat noch wer die zweite Staffel von Altered Carbon gesehen? Fand ich leider extrem enttäuschend...
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Re: Der Serien Thread

Beitrag von Narses » Sa 14. Mär 2020, 22:20

Ja, heute die letzte Folge geschaut.
Fand es auch eher enttäuschend:
- neuer Schauspieler für Kovacs, leider nicht so überzeugend
- viele Flashbacks; ich will neues sehen, nicht nen lahmen Aufguss der 1. Staffel
- mit der eingeborenen Alien Rasse hätte man mehr machen können
- die Nebenfiguren so lala (die Kopfgeldjägerin z.B.)

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Re: Der Serien Thread

Beitrag von C-Real » Fr 27. Mär 2020, 12:42

"The End of the F****** World" auf Netflix handelt von zwei Außenseitern, die gemeinsam in einem nicht näher definierten England ausbrechen und auf einen road trip gehen. Das ist eine bekannte Story, die aber wahnsinnig gut und mit Änderungegen gegenüber den bekannten Klischees erzählt wird und mit unerwarteten Wendungen, rabenschwarzem Humor, geilem Soundtrack und trotz allem viel Herz aufwartet - zumindest in Staffel 1. Völlig unerwartet war das für mich einfach ein ziemlich geniales Stück, das die Bezeichnung "Tragikomödie" sehr gut verdient. Das Ding ist definitiv keine Teenie-Serie oder Young Adult Kram, obwohl dies auf den ersten Blick in der Vorschau so wirken mag!

Staffel 2 wiederum war unnötig und das merkt man. Obwohl sie tatsächlich viele neue Einfälle hat, war die Geschichte eigentlich auserzählt. Verlängert wurde die Serie letztlich nur auf Druck der Fans, die doch wissen mussten, dass das hohe Niveau nicht gehalten werden kann. Die Figuren entwickeln sich im Prinzip nicht mehr weiter. Das Ganze soll eher eine Katerstimmung nach dem Rausch der 1. Staffel darstellen. Klappt nur nicht.
Und ich muss an dieser Stelle auch eine dieser Tage häufig dahingeblaffte Kritik äußern, die hier aber zutrifft: SJW-Einflüsse. Es gibt in den ohnehin knapp bemessenen Folgen (~20 Minuten x 16 Folgen insgesamt) eigentlich immer genug zu sagen. Trotzdem gibt es eine für die Handlung absolut sinnfreie Szene, in der das so böse manspreading aufgegriffen wird - ohne den Hauch eines narrativen Mehrwerts. Außerdem ist dieses ländliche England in Staffel 2 voller Menschen aus ethnischen Minderheiten bevölkert, was faktisch so natürlich nicht stimmt und neulich auch mal von einer Studie festgehalten wurde. Mit angemessener Repräsentation hat das wirklich wenig zu tun. Und zu guter letzt gibt es hier kein funktionierendes heterosexuelles Paar zu sehen (wollte ich der Vollständigkeit halber mal erwähnt haben ;)).

Fazit: Gäbe es nur Staffel 1, gäbe ich 5 von 5. Durch die Staffel 2 sind es 3,5 von 5.
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Re: Der Serien Thread

Beitrag von TheDarkShadow » Fr 27. Mär 2020, 18:11

Zusammengefasst, wenn man das gucken will, dann schaut man einfach nur die erste Staffel und ist glücklich?
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Re: Der Serien Thread

Beitrag von C-Real » Sa 28. Mär 2020, 10:47

Yo
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Re: Der Serien Thread

Beitrag von uzi » So 5. Apr 2020, 18:30

hab gerade outcast geguckt. kann ich nicht empfehlen. das setting und aufmachung erinnern ein stück weit an the exorcist (serie). zum ende hin wirds allerdings zunehmend wirr und abstrus. hinzu kommt, dass die serie mal wieder sehr gemächlich inszeniert ist. der grund, weshalb ich dringend abrate, ist allerdings ein anderer: die serie endet nach 2 staffeln in einem gewaltigen cliffhanger. ich hasse cliffhanger. das ist ein billiger taschenspielertrick der letztlich den zuschauern viel zu oft auf die füße fällt.
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Re: Der Serien Thread

Beitrag von uzi » Di 7. Apr 2020, 15:15

so, letzte staffel iZombie durch. find immernoch, dass es eine der besseren cw-serien ist.
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